Pro Akif Pirincci – eine Fürsprache vor der deutschen Nation!

Pegida-Anänger verhöhnen Akif Pirincci (Photo: Flavio Lucchini, Burqua, 2011)

Pegida-Anhänger verhöhnen Akif Pirincci in Dresden! (Photo: Flavio Lucchini)

Akif Pirincci. Was ’ne Nummer! Wahnsinn oder? Bringt er’s tatsächlich eisenhart und sagt auf ’ner Pegidademo in Dresden im Oktober 2015 das, was sich kein biodeutscher Pegidist so leicht trauen würde. Was sich keiner von diesen Luschen traut, das traut sich der Akif. Hut ab!
Jetzt frägt man sich natürlich: Was hat den geritten? Überall diese Frage: Warum? Warum Pirincci? Warum jetzt? Warum Pegida? Er hat doch nur Ärger damit? Der Bertelsmannverlag hat seinen Vertrag schon aufgelöst, gleich ein Paar Tage nach dem besagten Vorfall.
Was ist passiert? Akif Pirincci stand am 19.10.15 in Dresden am Rednerpult und tat das, was er schon im Vorfeld in diversen (national)sozialen Netzwerken angekündigt hatte: er hielt eine hammerharte Rede, mit der er neue Maßstäbe setzen wollte, nur auf welchem Feld? Er selber nannte es Wutrede, aber die Rede klang gar nicht so wütend. Sie klang eher einfach nur vorgelesen. Auf welchem Feld hat er die Maßstäbe nun aber gesetzt? Dummheit? Vermessenheit? Oder ist er eigentlich immer noch der geniale Schriftsteller, für welchen er im allgemeinen noch vor knapp ein zwei Jahren galt? Ich meine der Mann war einer der beliebtesten zeitgenössischen Autoren Deutschlands. Warum plötzlich diese Faxen?
Hat er Drogen-, Existenzprobleme? hat er sein Geld versoffen, oder verkokst und braucht jetzt einfach mal frisches Publikum, bessere Verkaufszahlen? Bereitet er sich auf einen Genrewechsel vor und will jetzt einfach mal seine Gehirnzellen durchpusten? Ein kleiner Adrinalinschub? Inspiration? Ja, das ist doch legitim? Er brachte es zumindest origineller, als die übrigen B-Promi-Tröten, die von einer Realitysoap ins Dschungelcamp und dann wieder in die nächste bescheuerte Boulevard-Talkshow hopsen, von Kanal zu Kanal.
Er hätte es ja auch so machen können!
Aber nein! Akif ist authentisch. Er geht neue Wege! Wie gesagt: Akif setzt Maßstäbe. Und zwar macht er das äußerst raffiniert: er begibt sich zunächst vermeintlich auf den Standard-Islamkritikerfilm und reiht sich da schön hinter Sarrazin, Broder und Matussek ein (genau in der Reihenfolge). Jedoch fällt er natürlich viel stärker auf, als die übrigen, denn er ist ja selber Schwarzkopf (also Kanacke). Er hat ja Wurzeln in der Türkei – seine Familie kommt ja aus einem zum Großteil von Moslems bevölkerten Land. Er muss es ja wissen, wie die so sind?
Solche Art von Selbst-Bashing kommt nun wirklich nicht oft vor und erzeugt natürlich erst einmal ein Raunen in der Leitkulturlandschaft. Dieses ominöse Raunen hat aber für gewöhnlich nur eine kurze Halbwertzeit. Somit drohte der Gute relativ bald wieder in der Spinnerecke zu verfaulen. Aber wir kennen ja unseren Akif! Er war schon immer bekannt dafür, sich auch in den aussichtslosesten Situationen neu erfinden zu können. Er gibt nicht klein bei. Er lässt sich nicht einfach Mundtot machen. Das ist er all den Menschen schuldig, die seit Jahren zu ihm halten. Die ihn auf seinem Weg in den Autorassismus schon immer bestärkt haben. Auch im Bertelsmann Verlag sitzen diese Leute. Klar hat die Geschäftsführung ihm jetzt gekündigt. Er hat es ja auch bewusst darauf angelegt, aber er hätte das nie getan, wenn er nicht immer schon gewußt hätte: da sitzen etliche drinnen, die ihm noch gerne die Stange gehalten hätten, aber mit Tränen in den Augen jetzt zusehen mussten, wie die Gutmenschen der Marketingetage die Augen verdrehten und die Quadratschädel von der Geschäftsführung ihm nun den Gnadenschuss gaben.
Mit Sicherheit war das für ihn ein kurzer Aufreger, aber im Grunde kein so großes Problem. Souverän kann er meiner Meinung nach darüber stehen, denn er ist nicht so einfach zu beeindrucken. Der Mann hat nämlich Zivilcourage!
Und noch dazu ist er nicht blöd. Hordenweise haben die Menschen diese billigen LKW-Fahrer-Lektüren von Sarrazin gekauft. Warum sollten sie seine neuen polarisierenden Hetzschriften nicht kaufen? Was für die einen geschäftsschädigend ist, ist für die anderen die „perfekte“ Promo, massgeschneidert auf das neue sorgenvolle Publikum. Er weiss, dass es genug Verlage gibt, die den neuen Trend erkennen und ihn zu nutzen wissen. Deutschland ist endlich erwacht und es gibt nun eine neue wachsende Leserschaft: die besorgten Bürger.
Überdies beobachtet man nämlich eine brandneue Entwicklung in der zentraleuropäischen Kulturlandschaft. Es handelt sich dabei um eine Art zunehmende Arabeskisierung des Abendlandes (Achtung: nicht zu verwechseln mit Islamisierung!! Haha – das wäre ja jetzt wirklich Kontraproduktiv…).
Arabesk: das ist die Kultivierung des Leidens, des sinnlichen Schmerzes, der diesem innewohnt, sich insbesondere äussernd in Lyrik, Prosa und Liedtexten. Arabesk ist im Grunde die „Philosophie des Leidens“, bisher nur bekannt durch die kulturellen Produktionen der „nahöstlichen“, „nordafrikanischen“, „osteuropäischen“ und der „kleinasiatischen“ Moderne. Ja diese Form des sinnlichen Leidens hielt seit spätestens dem späten 19. und frühen 20. Jhd. eben auch Einzug im Balkan, in Mazedonien, Bosnien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn. Nur Zentraleuropa war noch nicht bereit dafür. Bis jetzt! Bis Akif Pirincci die Rednerbühne in Dresden betreten hat. Das Leiden kennt der Deutsche an sich schon lange. Nun geht es darum, den nächsten Schritt zu tun: nun geht es darum, die hohen Sphären des tiefen emotionalen Genußes zu erfahren, den das Leid erzeugen kann!
Aber wie kam es dazu? Was hat der gute Akif denn schon grossartiges getan? Exakt: er hat den nächsten Gang eingelegt und zwar ohne zu zweifeln und ohne lange zu fackeln, in einem Moment, in dem alle schon von ihm erste beschämte Rechtfertigungen oder gar Entschuldigungen für seine bisherigen vermeintlichen Ausfälle erwartet hatten. Er hat das getan, was sich verkappte feige biodeutsche Undercovernationalisten im Etablissement nie trauen würden – all diese tollen Mainstreamautoren, die um ihr Image und ihre Abnehmerzahlen fürchten: Akif Pirincci ist ( und das als deutscher Autor mit „muslimischem“ Migrationshintergund!) zur Pegida gegangen, stellvertretend für alle, die sich das jetzt auch so sehr wünschen würden, aber es sich nicht leisten können –  wegen der Karriere, der Familie, der Kinder, des Rufs, des Ansehens, whatever….
All diese Bedenken hat Akif über Bord geworfen! Er hat drauf geschissen! Er hat es für euch getan. Er hat es für Deutschland getan.
Und ihr? Wie dankt ihr es ihm? Das sieht man oben auf dem Foto. Das ist eines dieser Bilder, die uns die Lügen-Presse vorenthält! Das ist Dresden: Pegida-Anhänger verhöhnen Akif Pirincci während seiner legendären KZ-Rede, indem sie einen Ganzkörperkostüm-Flashmob verüben und sich Burkas überziehen. Das ist diskriminierend! So ein undankbares elendes Volk seid ihr! Ihr lasst ihn nicht mal ausreden. Lutz Bachmann hat höchstpersönlich seine Rede unterbrochen und ihn von der Bühne hinunterkomplimentiert, nach schon ca., 20 Minuten! Da war der gerade erst warmgelaufen!…..hinunterkomplimentiert!
Ich hab’s schon immer gesagt: Pegida hat kein Rückgrat. Nur Weicheier. Da muß erstmal ein Türke kommen, um euch „das“ lauthals öffentlich vorzulesen, was so viele von euch denken und nicht trauen auszusprechen: nämlich, dass ihr gerne bald wieder die KZ’s in Betrieb nehmen würdet, um euch von dieser Flüchtlingspest zu befreien. Er sagt es. Er spricht es aus und was kommt von euch als Dank?
Ein müder Lacher und gleich darauf Buhrufe und Protestlaute. „Keine Hetze, keine Hetze“, habt ihr gerufen. Ich habs genau gehört! Weicheier seid ihr! Miese kleinkarierte Weicheier! Ihr seid so kleinkariert und dumm, ich würde euch zutrauen, dass ihr solch mutige und couragierte Leute wie Akif Pirincci sogar inhaftieren würdet, wenn besagte KZ’s wieder in Betrieb genommen  würden. Ihr würdet diese Leute eigenhändig vergasen. Ich weiss es doch.
Warum? Nur weil sie nicht die richtige Abstammung haben, die richtige Hautfarbe oder den richtigen Stallgeruch. Dabei sind es diese Leute, die euch immer schon die Aufmerksamkeit und die nötigen Referenzen erwiesen haben. Es sind solche Leute wie Matthias Matussek, Henryk M. Broder, Heinz Buschkowsky, Akif Pirincci, die euch selbstlos unterstützt haben. Sie haben euch die mediale Aufmerksamkeit gebracht, die ihr brauchtet. Sie haben euch Mut zugesprochen, wenn es mal nicht so gut stand um die Bewegung. Sie haben Hohn und Spott über sich ergehen lassen, immer tapfer den Kopf hingestreckt, ihrer Ideale willen. Sie haben euch den Weg in die bürgerliche Mitte immer Sperrangelweit aufgehalten. Merkt euch diese meine Worte!

Oh deutsches Volk! Sei nicht undankbar! Verrate deine treuesten Weggefährten diesmal nicht. Lerne aus deiner Geschichte!

Triptonious Coltrane, 2015
Bildinfo: Flavio Lucchini, Burqua (2011)

Chill Out!

chill_out

Das waren Zeiten! Gut, dass sie vorbei sind: Chill Out. Denn sie waren eine zuckersüße Lüge. Wir sind alle drauf reingefallen. Es gibt immer noch Leute, die von der Buddha-Lounge-Reihe schwärmen. Aber nicht umsonst stellen sich jetzt bei Kruder und Dorfmeister die Nackenhaare auf: sie waren nie zeitlos. Sie sind verfallen. Denn sie waren gelogen.

Was Chill Out? Während im übersättigten Teil der Welt hart gechillt wurde und man vor sich hin illusionierte, radikalisierte sich Sachsen und Thüringen, der NSU tobte, die Bullen suchten nach der Dönermafia, die Twintowers stürzten ein, Osama Bin Laden und Michael Jackson rockten die Popcharts. Wir waren immer noch hartnäckig am chillen! Irak, Afghanistan, Ghaddafi, Tunesien, Ägypten, Erdogan, Syrien, der böse Islam, Salafisten, die bösen Islamgegner, Pegida und wir glaubten immer noch insgeheim an das Ideal der stromlinienförmigen Karriere. Jetzt Tote in Kurdistan, Syrien dem Erdboden gleich, Putins Kampfjets tun das, was alle immer zu tun vorgegeben haben: die ISIS bombardieren. Flüchtlinge flüchten nicht nur, sie sind auch gleichzeitig AktivistInnen. Sie überleben, oder sterben heldenhaft auf der Reise in den Westen. Sie suchen nicht mehr nach dem Glück. Sie fordern ihr Recht!

Irgendwann werden auch sie merken, dass sie auf sehr unangenehme Weise mehrere Lücken füllen. Unangenehm, weil man das eben erst spät erkennt, wie sehr man als Aufhänger missbraucht wird, von Kultur, Medien und Politik. Harte Scheisse!

Und da gibt es nun einige, die sauer sind, weil die Chill Out-Phase der 90’er und der 2000’er an ihnen vorbei gegangen ist. Immer nur Maloche Maloche, immer in der Hoffnung, dass man dann irgendwan alles hat: Eigenheim, alles abgesichert, genug Knete auf der Seite. „So jetzte kömmwa ooch ma chillen“. Hingegen merken genau die jetzt allmählich: „Scheiße! Das Konzept mit dem Chillen wird in diesem Leben nix mehr. Es war nie für uns gedacht!“.

Und jetzt kommen junge, dynamische Menschen übers Mittelmeer mit Augen voller Hoffung, Hunger nach Erfolg. Die KanakInnen, die bisher hier abgehangen sind, waren leicht zu handeln. Diese Typen jetzt, denen ist alles zuzutrauen. Wenn wir nicht aufpassen, nehmen die uns nicht nur die Frauen, den Fussball und die Jobs, sondern auch noch unsere Bildung, die Medien und die Kultur weg.
Und was bleibt uns dann? Nur noch Wurst, Bier und Roberto Blanco!

Also viel Spass: https://www.youtube.com/watch?v=7I0JsaAtM5E

Das Kapital

Schwer bist du und unsichtbar eigentlich.
Was man sieht ist nur dein Abdruck.
Du erzeugst physischen schmerz.
So schwer bist du.
Du belästigst einen wie ein schwergewichtiger, redsamer Clown und läufst ständig um einen herum, krakelend, schmierig, gierig auf der Suche nach einem Stückchen Schwäche. Das ist deine größte Sucht.
Du greifst nach einem, schüttelst einen ständig, machst grobschlechte laute Scherze, physisch übergriffig, distanzlos, ruhelos.
Du greifst einem in den Schritt, oder drückst deine dicken Finger zwischen die Rippen, bis das Zwerchfell zu explodieren scheint.
Und jedes Lächeln auf meinen Lippen ist ein Verlust meiner Seele und ein kapitaler Gewinn für dich, den du stets mit grässlichem Fratzengeballer feierst.
Wenn du genug Beute gemacht hast, wendest du dich geschäftig und kühl ab, hast es nicht nötig, dich zu verabschieden.
Dein Raubzug ist für dich eine legitime Handlung.
Wenn du bleibst, dann nur um einer extraordinär größeren Beute willen, die dein Warten rechtfertigt.
Du liebst gut kalkuliertes Risiko.
Je größer deine Beute, desto länger kannst du warten.
Während du wartest heuchelst du Nähe.
Das kannst du gut.
Je länger deine Anwesenheit wärt, desto erdrückender wirst du.
Denn du bist immer noch feudal, immer noch archaisch, immer noch roh, banal und obszön.
Dein Abdruck zollt dem Zeitgeist tribut und kann dadurch beeindruckend erscheinen.
Du selbst hingegen bist immer noch klobig, finster, ekelerregend.
Trotzdem kannst du einem alle Annehmlichkeiten des Universums bereiten.
Je weiter man von dir entfernt ist, desto annehmlicher scheint das Leben.
Dabei bist du immer da.
Immer.
Und es ist eine Farce des Lebens, dass man sich trotzdem nach dir sehnt.

In München gibt’s ein Kaffeehaus: Sirtakiflashmob powered by Triptown

Nihan und Ceren – zwei türkischstämmige Künstlerinnen dachten sich nichts dabei, als sie am 14. Juli am Odeonsplatz in München sich in eine Filiale der San Francisco Coffee Odeonsplatz setzten, um sich bei gutem Wetter zu unterhalten. Sie wurden jedoch sogleich Opfer eines äusserst hässlichen rassistischen Übergriffes seitens eines Mannes, der sie im besagten Café aufgrund ihrer Sprache anschrie und beschimpfte. Er hielt beide Frauen zunächst für Griechinnen und wetterte los. Als er erfuhr, dass es sich bei der Sprache um türkisch handelte, kannte er dann kein halten mehr.

Minutenlang wurden die beiden Frauen bedroht, beschimpft und angeschrien. Das Personal liess das nicht nur zu, sondern motzte die beiden Frauen an, sie würden stören. Von den Gästen erwiderte niemand etwas.

Dies ist erschütternd und zeigt, wie sehr Anfeindungen und Diskriminierungen in dieser Gesellschaft schon von den Medien,  von der Politik betrieben und bagatellisiert werden und von der breiten Masse geduldet und schweigsam ertragen, ja oft sogar teilweise still und heimlich, mancherorts aber auch schon unverhohlen und laut mitgetragen werden.

Die Künstlerinnen aktivierten ihr ganzes Netzwerk, denn sie fanden, dass man ein Zeichen setzen muß! Deswegen planten sie zusammen mit ihrem Freund Tuncay Acar nun einen Flashmob, an dem türkisch und griechisch gesungen und vor allem SIRTAKI GETANZT wurde.

Es kamen so um die 200 Menschen, von denen sich ca. 80 aktiv an Gesang und Tanz beteiligten. Die anderen unterstützten die Kampagne.

Hier nun das traurige Ereignis, das Ceren und Nihan inmitten unserer schönen Stadt über sich ergehen lassen mussten:

Es handelt sich um diese Location: San Francisco Coffee Company am Odeonsplatz.
Facebook: https://www.facebook.com/pages/San-Fransisco-Coffee-Company-Odeonsplatz/161949670498177
Website: http://www.sfcc.de/muenchen/odeonsplatz

Folgendes ist passiert (laut Bericht beider Frauen):

Nihan  und Ceren (beides Künstlerinnen, die seit über 12 Jahren in München und Salzburg leben) haben sich heute Nachmittag in die Filiale der San Francisco Caffe Company in der Theatinerstrasse am Odeonsplatz gesetzt. Kurz darauf wurden sie von einem wohlsituiert scheinenden, gut angezogenen Herrn mittleren Alters in einem lauten Ton äusserst aggressiv angegangen mit den Worten: „Ihr sollt hier nicht so laut griechisch sprechen“.

Woraufhin Nihan erwiderte, dass das kein griechisch wäre, was sie sprachen, sondern türkisch. Daraufhin der Mann: „Das ist doch aus so eine Scheißsprache. Scheißvolk!“.

In dem Moment hat Nihan gemerkt, dass die Situation am eskalieren ist und fühlte sich bedroht und angegriffen. Sie ging in den Laden und sagte dem Personal bescheid. Daraufhin kam ein Kellner und wollte den Herrn höflich hinauskomplimentieren. Dagegen agierte dann aber eine weitere Mitarbeiterin, die in der internen Hierarchie jedoch wohl höher stand, als er. Sie konterte mit dem Argument, dass der Herr ja genauso gezahlt hätte für sein Getränk und deswegen genauso Recht darauf hätte zu bleiben.

Ermutigt durch diesen Zuspruch fielen nun bei dem Mann sämtliche Hemmungen und er fuhr fort, in seinen Hasstiraden. Nihan, die nun merkte, dass sie keinen Schutz vom Personal zu erwarten hatte verteidigte sich verbal, jedoch ohne abfällig zu werden.

Beide Frauen beobachteten, wie sich Gäste von den Nachbartischen schweigend umsetzten, oder gar davongingen, weil ihnen die Situation unangehem wurde. Keiner der Gäste sagte ein Wort.

Der Mann jedoch schrie nun und beleidigte Nihan mit den Worten: „Du frustrierte Bosporuspussy“.

Das war der Punkt, an dem Nihan nun ebenfalls lauter wurde, aber ohne zu beleidigen! Sie wandte sich hilfesuchend an die restlichen Gäste und fragte sie, was sie von der Situation hielten und ob sie denn nichts zu sagen hätten?

VON DENEN KAM JEDOCH KEINE REAKTION !!

Die einzige Reaktion kam nun von derselben Mitarbeiterin, die ihr sagte, sie solle nicht so laut sein. Sie würde die übrigen Gäste belästigen.

Nihan knickte aber nicht ein und verteidigte sich verbal, bis der Mann ihr drohte die Polizei zu holen. Dies widerum kam Nihan sehr recht und sie forderte ihn auf, dies zu tun. Daraufhin packte der Mann seine Sachen und ging. Während dem Gehen drohte er ihr noch einmal: „Ihr werdet hier rausgeschmissen werden! Nicht nur aus diesem Café, sondern aus dem gesamten Land!“

Vom Personal und von den Gästen kam immer noch keine angemessene Reaktion.

!!!!!!!!!!!!!

Aber sie liessen sich dadurch nicht beirren und auch blieben auch demonstrativ sitzen. In den folgenden 2 Tagen organisierten sie zusammen mit Freunden einen Flashmob und kamen mit einer Menge solidarischer Menschen wieder zurück und taten das, was sie am besten können: Singen und Tanzen, um zu zeigen, was man damit alles bewirken kann, statt mit blindem Hass!

Man wird das doch wohl noch sagen dürfen? – ein Résumée

Ja ich habe euch gesehen, wie ihr euch die Freiheit genommen habt, jeden Montag. Ihr habt euch die Freiheit genommen, eure Mäuler aufzureißen, soweit es nur ging. Ihr wart die wöchentlich regelmäßig zelebrierte kollektive deutsche Massenunzufriedenheit. Ihr wart die verkörperte Angst vor dem Krieg, vor Monsanto, vor den Politikern, vor Europa, vor dem Geld, und diese hat euch auf die Straße getrieben. Und ihr habt euch eure Läuse von den Lebern geredet. Einige von euch haben eine grundlegende Erfahrung gemacht: sie haben sich selbst erkundet, sie haben sich selbst sprechen hören und festgestellt, dass sie ja tatsächlich in der Lage sind, eine Meinung zu äußern, einen Gedanken zu formulieren! Sie haben gemerkt, dass sie ja gar nicht so klein und nichtssagend sind, wie sie sich immer empfunden haben.

 

Stinknormale Bürger

Stinknormale Bürger


Da war sie wieder: die Volksseele, die den dunklen Löchern des kleinbürgerlichen Daseins für einen Tag in der Woche entfloh. Jedes mal etwas lauter, etwas mutiger, etwas kraftvoller, so schien es. Es war gelebte Demokratie, nicht wahr? Ein Volk von bürgerlichen Angestellten, mittelständischen Unternehnmern, Arbeitern, Kommunisten, Sozialdemokraten, konservativen Eigenhaushälftenbesitzern, Kleinmechanikern, Studenten, Alternativen, Punks, Aktivisten, aber auch selbsternannten Leitkulturvertretern und Faschos, Neonazis therapierten sich selbst, redeten sich in Ekstase. Ein Volk von kleinen Seelen wurde endlich ein einziges großes Ding und alle waren dabei. Der ganze Querschnitt. Plöttzlich wart ihr wieder wer, ihr wart frei, nicht wahr? Verschwörungstheorien, Kriegsängste, Unzufriedenheit. Alles kulminierte feierlich am Montag und jeder durfte reden. Das war gelebte Freiheit! Das war doch so toll!

Aber soll ich euch was verraten, ihr naiven Montagstrottel? Einige wenige Bauernschlaue unter euch haben brav mitprotokolliert. Ja, Woche für Woche, all den Müll, der geredet wurde, all die guten Argumente, all die populären Worthülsen und Forderungen all eure so spontan und emotional geäußerten Ängste. All dies haben sie archiviert und festgehalten und fanden es sehr inspirierend und äußerst aufschlussreich, was das Volk so von sich gab. Wir leben im Informationszeitalter. Wer was erreichen will, muss Infos sammeln, wo es nur geht. Was sie protokollierten, gab ihnen einen Querschnitt eurer Gemütslage, eurer Befürchtungen, eurer Sorgen, eurer Hoffnungen. Ja das war ein realpolitischer Goldschatz, den im Prinzip nun derjenige heben konnte, der genau zugehört hatte.

Und nur nebenbei: ich verzichte völlig ungeniert auf das gendern meines Textes. Was kann ich dafür, wenn die deutsche Sprache so bescheuert aufgebaut ist, dass jedes verfickte Substantiv weiblich, männlich und sogar sachlich gekennzeichnet sein kann? Ausserdem: im Endeffekt sind es doch wieder nur zu 90 Prozent die Männer, die all die Scheiße anstellen. Also kann man sich in diesem Falle die weibliche Endung erst recht sparen.


Wie dem auch sei: Diese Protokoll-Listen mussten jetzt nur noch ausgewertet und geordnet werden und man hatte pures politisches Kapital in den Händen, das im Grunde jeder für sich werten könnte, der es nur darauf anlegte. Man musste nur schnell genug handeln. Und so geschah es, dass ein Dresdener kleinkrimineller Rechtspopulist einer von denen war, die diese Montagsslogans wohl als erster effektiv einsetzte. Ich kann es mir bildhaft vorstellen, wie er und seine Kumpels sich jeden Montag schön eifrig trafen und die Massentauglichkeit einzelner Argumente testeten, die seit Jahren schon auf besagten Veranstaltungen geäußert wurden – von Linken, von Rechten, von Konservativen, Liberalen, Alten, Jungen, Männern, Frauen, etc.. Denn das war ja das Gute an den Montagsdemos. Sie waren offen für  alle Ideologien, alle Überzeugungen, alle konnten kommen und ihr Maul aufreißen. Somit konnte man sich aus den Beiträgen eine schöne Schnittmenge von Positionen und Forderungen zusammenschustern, die einer breiten Masse der Bevölkerung aus dem Munde sprachen.

So – jetzt musste nur noch ein Titel her. In diesem zeigte sich nun glasklar, wer sich die Deutungshoheit über diese unsäglichen Montagsversammlungen gesichert hatte: „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Kurz: „PEGIDA“. Das hatte sich Ken Jebsen wohl anders vorgestellt! Hollaaaaaaaaaa! Jetzt mal ganz ehrlich: nach was klingt denn das? Nach Rassismus, Faschismus, ja sogar Nationalsozialismus? Nach allem zusammen? Alleine das Wort „Patrioten“ klingt in diesem Sinne so absurd militaristisch! Vor allem in Kombination mit dem Wort „Europäer“. So als ob Europa (schon) eine militärische Großstreitmacht wäre mit einer einheitlichen großeuropäischen Armee und wir alle wären treu dienende patriotische Soldaten.

Wenn einem nun dieser Titel sauer aufstieß, und man dies auch noch kund tat, dann wurde man auf ein „Positionspapier“ verwiesen – so nennt man die zusammengeschusterte Liste, die so wirkt als wäre sie eine Synthese von den Argumenten und Forderungen, von denen ich weiter oben sprach: „gegen TTIP“, gegen „Überwachung“, „gegen den Euro“, „gegen den Bankenwahnsinn“, „Für den Frieden“ etc. etc. etc. Diese im ersten Moment sehr legitim klingenden Forderungen wurden nun gemischt mit einigen diffus rassistischen, faschistoiden Argumenten und fertig war sie: die perfekte bürgerliche Tarnkappe für Faschodemos Landesweit. Das war dann auch offen zu sehen, an den Leuten, die an ihnen teilnahmen: Vertreter von gestandenen Naziorganisationen, gerissene Rechtspopulisten und dumpfbackige, gewaltbereite Hooligans. Neben ihnen natürlich auch jede Menge Menschen, die sich als „stinknormale Bürger“ bezeichneten. Letztere Bevölkerungsgruppe ist ja die gefährlichste, weil sie je nach Situation alles sein kann. Sie ist leicht zu manipulieren und auch populistisch sehr schnell umzudeuten. Ein leerer gesellschaftlicher Behälter, der auf Definition und Sinn wartet: „Schauen sie mich doch an, ich bin doch kein Nazi, ich bin ein stinknormaler Bürger und ich habe eigentlich nichts gegen Moslems, aber…“. Noch während er dies von sich gibt, gerät der Skinhead neben ihm ins Bild der Fernsehkamera und fertig ist der Deutungsmix: „Das sind keine Nazis. Das sind stinknormale Bürger. Der Glatzkopf mit der Reichsfahne ist auch stinknormal. Das konnte man sich lange Zeit in der Öffentlichkeit nicht erlauben, aber spätestens seitdem wir Weltmeister sind, darf man das jetzt wieder. Das ist stinknormal“. Dabei ist es meist irrelevant, was gesetzlich erlaubt ist. Eher von belang ist, was gesellschaftlich tragbar ist. Deswegen immer die Bekräftigung: „Das werde ich jetzt doch wohl mal sagen dürfen“.

Die fast schon anschuldigend geäußerte Verteidigungsformel hieß nun: „Bevor du voreilig urteilst, lies doch bitte unser POSITIONSPAPIER“. Das wundert im allgemeinen weniger, als die Tatsache, dass es relativ wenige Menschen gab, die sagten: „Nein, ich lese kein Positionspapier von Menschen, die sich als ‚Patriotische Europäer‘ bezeichnen“. Die meisten „gewissenhaften“ Demokraten lasen sich stattdessen tatsächlich brav die besagten Positionen durch und diskutierten ernsthaft mit psychopathischen Demagogen ganze Tage und Wochen lang in der virtuellen und realen Welt.

Genau diese Hornochsen waren dann so bemüht um die gleichberechtigte Gesprächsplattform, dass sie sich auf absurde Wortspiele einließen: So bekam man zu hören, dass man in der heutigen Zeit nicht mehr „Nazi“ sagen darf, sondern, wenn, dann nur von „Neonazis“ sprechen kann. Als ob Nazis eine ausgestorbene Spezies der Evolution wären, so wie die Dinosaurier. Einige waren felsenfest davon überzeugt, dass es in Deutschland keine genealogische Abfolge von Nazis bis in die heutige Zeit gibt. Er meinte also, dass Neonazis eine vollkommen neue Entwicklung der Jetztzeit seien und nichts mit den Nazis von damals zu tun hätten. So nach dem Motto: „Wir haben die Verbrechen von damals erfolgreich überwunden und verarbeitet. Jetzt sind wir freie Bürger der Bundesrepublik Deutschland und in der BRD gibt es keine Nazis mehr“. Eine Meinung, die man übrigens auch besonders gerne und oft von gestandenen Sozialdemokraten zu hören bekommt. Ein sehr beunruhigender Schritt im Sinne der Wahrung des eigenen kulturellen Selbstverständnisses!

Liebes Volk! Wir reden hier von Freiheit. Also nehmt euch die Freiheit, zu akzeptieren, dass Deutschland den Faschismus nicht mit Löffeln gefressen hat. Seid beruhigt! Faschos gibt es überall. Die Mehrzahl der Weltbevölkerung lebt in strukturell faschistischen und rassistischen Gesellschaften. Keine Angst, Deutschland ist nicht besonders schlimm, nur weil es den Krieg verloren hat. Aber akzeptiert eines: es gibt nach wie vor Nazis, gewaltbereite, straff organisierte Nazis und Nazis sind einfach Nazis. Und es gibt auch nach wie vor Nazipapas und -mammas und -omas und -opas in diesem Lande. Es gilt, das zu tun, was die Staatsmacht aus Befangenheitsgründen nicht in der Lage ist zu tun: den strategischen Druck aufrecht zu erhalten und ihre Handlungsspielräume zu reduzieren.

Leider habe ich nicht die Freiheit, zu sagen: „Lieber Staat, wenn deine Institutionen nicht in der Lage und auch offensichtlich nicht Willens sind, unsere Freiheit, unsere Leben, unsere Gesellschaft vor gefährlichen Faschisten zu schützen, dann kriegst du meinen Steueranteil nicht“. Nein, die Freiheit habe ich nicht. Aber ich habe die Freiheit (oder die Pflicht?) das Positionspapier der PEGIDA zu lesen und zu akzeptieren, dass das alles stinknormale Bürger sind, die nix gegen syrische Flüchtlinge haben, solange sie sich bald wieder verziehen, aber gegen Langzeitmigranten, wie Zigeuner und Afrikaner schon, bla bla bla bla.

Das ist schon so ne Sache mit der Freiheit!

Ahoi.

Veröffentlícht im Juni 2015 im Gaudiblatt Nr. 21
http://issuu.com/84ghz/docs/gaudiblatt-21/1?e=1387353/12808314

Bin ich frei?

Bin ich überhaupt legitimiert dazu, diese Frage glaubwürdig zu beantworten? Ich denke, dass ich gerade mal in der Lage bin, zu mutmaßen. Das will ich hiermit tun:

– Ist man frei, wenn man Menschen, die man aufgrund ihres Aussehens, oder ihrer Herkunft als störend empfindet, einfach beseitigen kann, ohne große Konsequenzen zu befürchten und mit Tatkräftiger Unterstützung vom Inlandsgeheimdienst, einem breiten Netzwerk an Freunden, gleichgesinnten, Polizisten und Politikern?

– Ist man frei, wenn man an einen „freien Markt“ glaubt, dessen wichtigster Grundsatz es ist, dass er sich durch Angebot und Nachfrage selber regelt? Oder ist man erst frei, wenn man selbst zu den Wenigen gehört, die ebendiesen Markt ganz offen zu ihrem Gunsten regulieren und den Rest der Welt mit Ansage gröbst verarschen?

– Sind die Gedanken frei?

– Bedeutet es Freiheit, wenn man die Macht und die Unverfrorenheit besaß, die Taliban als Kampftruppe gegen die Russen in Afghanistan zu erschaffen und jetzt auch noch die Dreistigkeit besitzt, dies vor Millionen von Menschen als Argument zur weiteren Bewaffnung zu nutzen?

– Ist man frei, wenn man Macht besitzt?

– Ist man frei, wenn man schwierige Fragen ignoriert, solange man es sich leisten kann, sie zu ignorieren?

– Ist man immer noch frei, wenn man es sich zumindest leisten kann, sich darüber zu empören, dass man es sich nicht mehr leisten kann, schwierige Fragen zu ignorieren?

– Ist man frei, wenn einem egal ist, dass der Goucho-Tanz von der Deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaftsfeier vor dem Brandenburger Tor zur Melodie von „zehn kleine Negerlein“ getanzt wurde – nur mit einem noch viel bescheuerteren Text?

– Ist man frei, wenn man die Freiheit besitzt, sich selbst als frei zu bezeichnen, oder ist man eher dann frei, wenn es einem ausreicht, davon überzeugt zu sein, eben diese Freiheit zu besitzen?

– Ist man frei, wenn man davon ausgeht, die Freiheit als festen Bestandteil seiner Normen und Werte zu betrachten?

– Ist man frei, wenn man nicht in der Lage ist, Edward Snowden Asyl zu gewähren?

– Ist Freiheit ein reiner Rechtsbegriff, oder ein Gefühl?

– Ist Freiheit geil?

– Ist Freiheit wirklich so dringend Notwendig, wie es so viele Nationalhymnen und Verfassungstexte behaupten?

– Ist Freiheit Gott?

– Ist Freiheit gottgewollt?

– Ist Gott frei?

– Zeugt es von Freiheit, wenn man die Zerstörung von mesopotamischem Kulturgut durch radikale Moslems als Legitimation nutzt, die Frage nach ihrer genetischen Beschaffenheit wiederholt auf den Tisch zu bringen?

– Wie frei kann man denn sein, wenn man sich selbst in der Tradition der Aufklärung sieht und gleichzeitig an die Existenz von Rassen glaubt, ja diese sogar mit Hilfe der Genetik erklären will?

– Ist Freiheit käuflich und wenn ja: wie teuer kann sie werden?

– Ist Freiheit ein materieller Wert?

– War die Freiheit jemals ein ideeller Wert?

– Schulde ich jemandem Freiheit?

Veröffentlícht im Juni 2015 im Gaudiblatt Nr. 21
http://issuu.com/84ghz/docs/gaudiblatt-21/1?e=1387353/12808314

Parallelgesellschaft

Die größte und mitunter auch gefährlichste Parallelgesellschaft ist die Mehrheitsgesellschaft. Das ist überall so! Das schlimmste Problemviertel eines Landes ist meist das Regierungsviertel. Zur Problematik wird eine Problematik erst, wenn sie im Diskurs dezidiert als eine solche benannt wird und diejenigen, die seitens der Masse der „Unproblematischen“ als Urheber der Problematik in den Raum gestellt werden, besagte Urheberschaft sich auch noch aufbürden lassen, obwohl sie diese im innersten Inneren als äußerst fragwürdig und auch unberechtigt empfinden.

Gehört der Islamismus zu Deutschland?

Ganz trocken und nüchtern zum aktuellen Thema:

Islamisches Zentrum Freimann/München

Islamisches Zentrum Freimann/München

Ein gewisser Stefan Meining hat in seinem Buch „Eine Moschee in Deutschland“ sehr schön beschrieben, wie die Moschee in München Freimann von den Nazis in Kooperation mit den Muslimbrüdern damals gegründet wurde, um den Panislamismus, der in der Zeit Kaiser Wilhelm II. als imperial-strategisches Werkzeug von den Deutschen mitentwickelt wurde, im dritten Reich weiter nutzen zu können. Diese Einrichtung wurde besonders in den Jahren des kalten Krieges zum Dreh- und Angelpunkt für die internationale Spionageszene und für die großen Vorreiter des Panislamismus in Europa!

Die berüchtigten Fremden Legionen Ost (ihrer Anzahl waren zum Ende des 2. Weltkrieges 6) wurden in wilhelminischer Zeit als militärischer Informationsbeschaffungsdienst gegründet und existierten bis zum Ende des 3. Reiches. Ihre Kader wurden zuletzt von einem gewissen Reinhard Gehlen geleitet, der nach Kriegsende – zusammen mit seiner ganzen GESTAPO-Personalstruktur – von den Amerikanern warmgehalten wurde. Gehlen war dann auch der erste BND-Präsident in der frisch gegründeten BRD.

Jetzt zum Knackpunkt: Der radikale Islamismus ist eine Bewegung, die ohne die Imperialmächte – allen voran das Deutsche Reich und in der Folge auch die BRD – nie so stark expandiert wäre. Die ersten Islamisten wurden in wilhelminischer und in nationalsozialistischer Zeit nach Deutschland importiert und gefördert. In Bayern auch über die Ära Strauss hinweg. Sie gründeten schon Anfang des 20. Jhd’s Moscheebauvereine etc.. Angeblich gründet die Anwerbung vorwiegend muslimischer Gastarbeiter aus der Türkei in dem besonderen Vertrauensverhältnis zum ehemaligen Waffenbruder aus dem ersten Weltkrieg.

Literatur und Lesehinweise:

– Rezension zu Stefan Meinings Buch von Wolfgang G Schwanitz: http://www.sehepunkte.de/2011/06/19332.html
– Seiten 5 u. 6 in der folgenden interessanten Rezension – ebenfalls von Wolfgang G. Schwanitz – zu Sarrazins Machwerk sind der Entwicklung des frühen Islamismus gewidmet: http://www.trafoberlin.de/pdf-dateien/2010_12_15/Wolfgang%20G%20Schwanitz%20Sarrazin.pdf
– Hier spezifische Literatur von Schwanitz zur Zusammenarbeit zwischen den Nazis und Islamisten: http://yalebooks.com/book/9780300140903/nazis-islamists-and-making-modern-middle-east

Willst du Geld verdienen?

Klar “wollen” wir Geld verdienen. Obwohl: wir glauben doch gar nicht so richtig an das Geld? Ah: also “müssen” wir Geld verdienen, um zu existieren. “Ja von Irgendwas muss man ja leben”. Die aufrichtigere Aussage wäre jedoch: “Ja von irgendwas muss man ja in den Urlaub fahren”. Aber wer sagt sowas schon? Sonst würde man ja zugeben müssen, dass man die ganze Zeit über buckelt, ohne eigentlich Gelegenheit zu haben, das ganze hart verdiente irgendwann selbst zu nutzen – aus Zeitmangel. Also braucht man Leute, deren Job es ist, sich genau diese Zeit zu nehmen: Anlageberater, Schnorrerkumpels, etc…
…Außer im Urlaub. Da kann man sein Geld eigenhändig raus ballern. Das tut gut, das beruhigt und man kommt entspannt zurück, weil man endlich den Zaster verprasst hat. So als wolle man sich selbst beweisen, dass man noch Herr über seine materielle Existenz ist.
In kleineren Dosen geht das auch über die Feiertage. Da geht’s dann aber mehr um Hardware: Z.B. über Weihnachten im Baumarkt. Das ist dann wie Fuffis im Klub.
Ob Geheimdienstchefs und Verteidigungsministerinnen und -Minister auch in diesem Stile einkaufen gehen? Es geht das Gerücht um, dass die amerikanische Armee seit Beginn des Afghanistankrieges über 720 Milliarden Dollar allein dort für Kriegshandlungen ausgegeben hat. Hey Homeboys und Flygirls: Das’ mal’n Haufen Kohle! Mittlerweile fordert man das ja auch zunehmend hierzulande: Mehr Investition in den Krieg (oft auch “Verteidigung” genannt). Klar geht’s da um Geld. Afghanistan ist anscheinend ein guter Waffenanlagemarkt. Da kennen sich unsere Bundespräsidenten aus. Dass aber vor lauter Waffen und Krieg kein Platz mehr für die Leute da ist und sie dann fliehen müssen, leuchtet dann auch ein, ne? Blöd sind wir ja nicht. Aber das Problem ist: dann müssen wir uns ja auch darum kümmern, dass die ein Geld zum verprassen haben und ihnen beibringen, wie man das am anständigsten macht. Und das ist alles gar nicht so einfach!