{"id":618,"date":"2013-10-24T06:54:07","date_gmt":"2013-10-24T06:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/triptown.de\/?p=618"},"modified":"2013-10-24T07:37:18","modified_gmt":"2013-10-24T07:37:18","slug":"letztens-meinte-einer-doch-tatsachlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/triptown.de\/?p=618","title":{"rendered":"Letztens meinte einer doch tats\u00e4chlich&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ist der Tuncay wieder T\u00fcrke geworden?<\/p>\n<p>Anscheinend f\u00fchlte sich da einer provoziert durch meine Anti-Pseudo-Hochkultur-Kampagne, in der ich zu einem Perspektivwechsel in den bayerischen Theateranstalten hinsichtlich dem Umgang mit der &#8222;Migrationsthematik&#8220; aufrief. Ich bekannte mich zu meinem Migr\u00e4nevordergrund und positionierte mich ganz bewu\u00dft mit einer meiner kulturellen Identit\u00e4ten &#8211; n\u00e4mlich der deutschl\u00e4nder-migr\u00e4nischen &#8211;  und stellte Forderungen auf.<\/p>\n<p>Viele verstanden, was ich meinte, einige jedoch nicht. Bisweilen gab es sogar welche, die meinem Standpunkt einen rassistischen Hintergrund unterstellten. Mich haben diese Resonanzen sehr gefreut, denn ich habe gemerkt, dass da etwas in der deutschen Volksseele schlummert, das geneckt werden will. Und das will ich hiermit gerne weiterf\u00fchren:<\/p>\n<p>Denn mit deutscher Volksseele meine ich nicht nur die derjenigen, die sich sofort angesprochen f\u00fchlen, sondern auch die, die sich nicht angesprochen f\u00fchlen: die Moslems, Araber, Jugos, Griechen, Afghanen, Pakistanis etc. (ich w\u00e4hle hier ganz bewu\u00dft politisch inkorrekte stereotype Identit\u00e4tsbezeichnungen). Denn jeder, der hier sozialisiert ist, geh\u00f6rt meiner Meinung nach zum hiesigen Volk. Und um die Frage des jungen Herrn oben zu beantworten: Ich bin Schwarzmeermensch, Pontiko, Georgier, Kurde, Armenier, Mediteraner, ich bin aber auch M\u00fcnchner, Bayer, Yoruba, Sioux, Katalane, Indio, etc. . Ich bin Teil einer jeden regionalen Kultur, der ich mich in irgendeiner Form intensiv gen\u00e4hert habe. Ich glaube nicht, dass ich ein Identit\u00e4tsproblem habe, sondern eher diejenigen, die ihre kulturelle Zugeh\u00f6rigkeit an eine Religion oder eine Nation koppeln. Denn das begrenzt ihre mentale Freiheit und ich bin der Meinung das gewisse Machtpole genau das von uns wollen.<br \/>\nIm Gegensatz dazu finde ich, man sollte sich in erster Linie als Mensch identifizieren und dann kann man loslegen mit regionalen kulturellen Zugeh\u00f6rigkeiten. In der Dringlichkeitsabfolge liegen die nationale und die religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit f\u00fcr mich gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit unten und interessieren mich auch sehr wenig, bis gar nicht. Ich bin auch kein Moslem, kein Monotheist, kein Atheist &#8211; eher Polytheist, der jeden Tag neue Gottheiten erkennt und zu seiner Glaubensphilosophie hinzuf\u00fcgt, wie&#8217;s ihm grade passt.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die meinen, ich mache es mir aber ganz sch\u00f6n einfach, hier meine Antwort: &#8222;Nein, eher noch viel schwerer&#8220;. Ihr wollt, dass ich es euch einfacher mache, mich einzuordnen &#8211; so schaut&#8217;s aus. Aber dazu muss ich sagen: so einfach ist der Mensch eben nicht einzuordnen. Also lasst es sein! Es gibt keine Integration und keine Migration. Das sind rassistische und unsinnige Begriffe, die viel zu leicht mit gef\u00e4hrlichen Bildern der Leitkulturpolitik unterlegt werden k\u00f6nnen und deswegen nur der politischen Polemik dienen. Es gibt nur den Wandel und den mu\u00df man mitgestalten, wenn man nicht in der Schublade verstauben will.<\/p>\n<p>Bussi Bussi Trallallaaa!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist der Tuncay wieder T\u00fcrke geworden? Anscheinend f\u00fchlte sich da einer provoziert durch meine Anti-Pseudo-Hochkultur-Kampagne, in der ich zu einem Perspektivwechsel in den bayerischen Theateranstalten hinsichtlich dem Umgang mit der &#8222;Migrationsthematik&#8220; aufrief. 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